Wie teuer ist ein Burnout?

Der digitale Wandel im Arbeitsleben stellt die Unternehmen vor die Aufgabe, die Gesundheit der Mitarbeiter trotz der Herausforderungen, welche im Rahmen der Digitalisierung am Arbeitsplatz entstehen, sicherzustellen und zu fördern. Die Flexibilisierung der Arbeitswelt bringt einige Schwachstellen mit sich, die die Gesundheit der Mitarbeiter belasten.

Die Komplexität und Beschleunigung der Arbeitswelt wirken sich auch auf eine immer dichtere Zeitabfolge von Aufgaben und Tätigkeiten der Mitarbeiter aus. Mitarbeiter müssen aufgrund der hohen Flexibilisierung der Arbeitswelt eine hohe Veränderungsbereitschaft sowie Bereitschaft zu kontinuierlichem, lebenslangen Lernen aufweisen. Es werden kaum Pausen gemacht und wenn doch mal Pausen entstehen, werden sie direkt mit neuen Aufgaben „gefüllt“. Pausen gelten in Zeiten der Digitalisierung oftmals als Zeichen von Schwäche und Langsamkeit. Die zunehmende Arbeitsdichte und der daraus resultierende Leistungsdruck belasten die Mitarbeiter sowohl psy-chisch als auch physisch. Zudem stellt die permanente Erreichbarkeit der Mitarbeiter Unterneh-men vor eine weitere Herausforderung. Die Nutzung von Smartphones weicht die Grenzen zwi-schen Privat- und Arbeitsleben auf. Mitarbeiter sind nicht mehr nur während ihrer offiziellen Arbeitszeit für das Unternehmen verfügbar. Stattdessen gilt stillschweigend eine digitale Anwe-senheit als selbstverständlich. Mitarbeiter fühlen sich überall und zu jeder Zeit dazu verpflichtet erreichbar zu sein und zu arbeiten. Diese dauerhafte Wachsamkeit erhöht den Druck auf die Mit-arbeiter und führt immer häufiger zu stressbedingten Erschöpfungskrankheiten, wie Burnout.

Doch wie teuer ist der Ausfall eines Mitarbeiters, der unter einem Burnout leidet?
Der krankheitsbedingte Ausfall beeinflusst die gesamte Unternehmensorganisation. Auf den ers-ten Blick ist nur eine Stelle bzw. ein kleines Team davon betroffen. Doch je höher die Position und länger die Ausfallzeiten, desto höher die Kosten, die dem Unternehmen entstehen. Der wirt-schaftliche Schaden entsteht durch entgangene Umsätze, für die ein Mitarbeiter zuständig ist, sowie abgehendes Wissen. Laufende Personalkosten sowie die Aufwände, die für die Vertretung der Mitarbeiter aufgebracht werden müssen, treiben die Ausfallkosten in die Höhe. Oftmals sind Mitarbeiter nach ihrer Eingliederung nicht mehr voll belastbar und können nicht mehr an Ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren. Der Schaden kann sich sogar so weit entwickeln, dass die ge-samte Unternehmenskultur darunter leidet und Mitarbeiter sich im eigenen Unternehmen nicht mehr wohl fühlen. Je mehr Mitarbeiter von Burnout betroffen sind, desto mehr Mitarbeiter müs-sen die Arbeit der erkrankten Mitarbeiter auffangen. Laut einem Artikel der Wirtschaftswoche kann je nach Position ein einzelner Burnout-Fall somit 50.000 bis 100.000 Euro kosten. Beugen Sie vor und lassen Sie nicht Ihre Mitarbeiter sowie das Unternehmensimage leiden.

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