Wie muss Lernen organsiert werden? Ein Konferenzbericht.

Das Corporate Learning Forum fand dieses Jahr am 07.-08. März im Frankfurter Mövenpick Hotel statt. Die Teilnahmegebühr betrug rund zweitausend Euro. Meine Aufgabe lag darin, neue Methoden und Systeme zu kognitiven Lernlösungen vorzustellen. Frei nach meinem Credo: „Wenn Lernen und Wissen die Kernkompetenzen moderner Organisationen sind, müssen Methoden und System zwingend im Einklang stehen“.

An der Konferenz nahmen etwa fünfzig hochrangige Personalentwickler aus führenden Unternehmen teil. Das fachliche Niveau des Events war durchwegs von bester Güte. Der Moderator Torsten Fell bestach nicht nur durch gute Unterhaltungs- und Organisationsnoten, sondern auch durch fundiertes Fachwissen. Das hat man nicht oft so. Nach der Vorstellung einzelner Wissenschafts- und Erfahrungsberichte von jeweils 30 Minuten am ersten Tag, entschied man sich am zweiten Vormittag für die neun BarCamps, in diesem Falle LernCamps. In diesen Sessions kommen die Themenvorschläge von den Teilnehmern selbst, so auch die Organisation und Ausrichtung der Thementische. Selbstgesteuerte Peer2 Peer Workshops. Sehr effektiv.

Als ich zu meinen Fazit der Veranstaltung gefragt wurde, musste ich einen Moment nachdenken und dachte in mir drinnen: Eigentlich sind wir hier alle gerade überfordert. Plötzlich stehen wir als Personalentwickler in der Verantwortung die Unternehmensstrategie mitzugestalten; wir haben es mit wechselhaften und verunsicherten Vorständen zu tun. Außerdem ist die Themen- und Handlungsvielfalt in der digital orientierten Talententwicklung so umfassend, dass jeder tagelang ununterbrochen bis zur Erschöpfung über neue Trends im Unternehmen berichten könnte. Vor diesem Hintergrund, kombiniert mit den Ergebnissen aller Beiträge komme ich zu dem Schluss, dass Transparenz und Klarheit als Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Digitalisierung das wichtigste sind. Und dafür haben wir Methoden und Systeme:

Erstens: Ein klares Kommunikationskonzept. Mit der durchdachten Ausführung von Lernkampagnen vermitteln wir den Masterplan und die Motivation der Mitarbeiter. Hier hilft ein erfahrener Partner, der zielgruppenorientierte Maßnahmen vorbereitet und durchführt. ML tut diese mit der „Persona-Methode“.

Zweitens: Die engmaschige Installation von Learning Facilitators. Dies sind im weitesten Sinn Lernbegleiter in einem bestimmten 1:n Verhältnis, die auch passiven oder ängstlichen Mitarbeitern bei der Entwicklung ihrer Talente zur Seite stehen. Auch der Rollout der Learning Facilitator ist erfahrungsbasiertes Mittel und damit realisierbar.

Drittens: Der Einsatz von Systemen und vor allem Lernmedien, die sofortige Nutzerakzeptanz erreichen. Dafür hat ML in seiner neuen Lernmedien Manufaktur Beispiele entwickelt. Die reichen von ansprechenden eLearning bis hin zu simulationsbasiertem Lernen und der Nutzung von 3D Brillen. Denn damit könne auch die gewerblich-technischen Mitarbeiter und Azubis erreicht werden. Damit rückt für mich nach dieser Konferenz das Thema „Communications“ weiter nach oben.

Noch ein Wort in eigener Sache: Im ersten Halbjahr 2017 nimmt mein Team an über zwanzig HR Konferenzen teil. Diese Erkenntnisse wollen wir auf unserer ML Jahrestagung „Quo Vadis HR 2017“ am 27. Juni im Kölner Fußballstation – genauer gesagt in der Geißbock Lounge des FC, durchführen. Die Keynote spricht Katharina Heuer, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Personalführung. Anmelden können Sie sich HIER.

Außerdem laden wir Sie auf die Hannover Industriemesse vom 22.-28. April ein. Dort zeigen wir praktische Beispiele zu Simulation in der Ausbildung in technischen Umgebungen. Gerne schickt Ihnen das Messeteam eine kostenlose Eintrittskarte zu: b.mansoat@mlgruppe.de

Das nächste Mal können Sie mich auf dem DGFP Jahreshauptkongress am 23. März 2017 on Berlin treffen, wenn Sie mögen. Bis dahin!

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