Wie können Arbeitgeber frühzeitig eingreifen, um ein Burnout ihrer Mitarbeiter zu vermeiden?

Ein Leben ohne Stress gibt es nicht. Jeder Mensch gerät mal in Stress, ob im privaten Bereich oder im Berufsleben. Doch dieser Stress ist erst dann ungesund, wenn man keine Möglichkeit mehr hat ihn abzubauen.

Arbeitgeber und Führungskräfte haben eine besondere Verantwortung für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter. Sie sind nach dem Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet, für die Gesundheit und Sicherheit der Angestellten zu sorgen und diese zu verbessern.

Um einem Burnout vorzubeugen, sollte der Arbeitgeber die erhöhte Belastung von Angestellten vermeiden. Das Burnout-Syndrom baut sich über einen längeren Zeitraum hinweg auf, durch Stressfaktoren wie Überforderung oder mangelnde Unterstützung und Anerkennung.

Zunächst sollte der Arbeitgeber das Thema „Burnout“ im Unternehmen enttabuisieren, so dass die Angestellten erkennen, dass sie Hilfe durch Ihren Arbeitgeber erhalten und diese Thematik offen ansprechen können.

Wenn der Arbeitgeber bei seinen Angestellten Symptome feststellt, wie beispielsweise Lustlosigkeit, Erschöpfung, Reizbarkeit oder Zurückgezogenheit, sollte er seine Fürsorgepflicht wahrnehmen und mit Offenheit und Taktgefühl eine Entlastung für den Arbeitnehmer schaffen. In dieser Situation sind die folgenden Tätigkeiten von Führungskräften gefordert:

  1. Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Abbau hierarchischer Strukturen Die Beteiligung von Angestellten an Entscheidungsprozessen oder die Verteilung eindeutiger Kompetenzen, steigert die Arbeitszufriedenheit und fördert durch eigenständiges Denken, Planen und Entscheiden.
  2. Abbau von Überstunden und Überprüfung des Arbeitspensums Wer ständig unter Hochdruck arbeitet, gelangt schnell an seine Leistungsgrenze. Daher ist es wichtig angefallene Überstunden zeitnah abzubauen.
  3. Familienfreundliche und sozialverträgliche Arbeitszeiten Auch Home-Office und flexible Arbeitszeiten tragen dazu bei, Stress abzubauen und erhöhen das Arbeitsengagement der Mitarbeiter.
  4. Qualifizierung und Förderung der Beschäftigten Angestellte müssen auf neue Aufgaben intensiv vorbereitet werden. Soziale, fachliche und gesundheitsbezogene Qualifizierungen unterstützen die Mitarbeiter beim Umgang mit Problemen. Somit können Belastungen frühzeitig erkannt werden.
  5. Den Kontakt zu Mitarbeitern pflegen Die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist ein wichtiger Grundsatz, um Probleme und Sorgen offen ansprechen zu können. Mitarbeitergespräche verbessern den Kontakt und wirken motivierend und gesundheitsfördernd.
  6. Betriebsklima verbessern und Wertschätzung zeigen Auch Lob und positive Rückmeldung seitens des Arbeitgebers wirken motivierend und fördern die Vertrauensbildung. Ein gutes Betriebsklima ist wichtig um Stress und Burnouts zu reduzieren.

Erkennen Sie frühzeitig, wenn Ihre Mitarbeiter Burnout gefährdet sind und handeln Sie. Wir unterstützen Sie gerne dabei.

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