Quo Vadis HR? Wie war es beim DGFP HR-Futurecamp?

Nun habe ich zum dritten Mal bei einem Barcamp mitgemacht. Haben Sie schon einmal davon gehört? Das macht Spaß und ist vor allem sehr effizient zum Wissenserwerb. Das DGFP-Futurecamp am 30. Juni in Hamburg ist auf diesem Konferenzformat aufgebaut. Eine Konferenz ohne Programm. Das Programm gestalten die Teilnehmer selbstbestimmt.

„Über welche Themen möchten Sie heute sprechen?“, fragt Karl Heinz (Pape), der Moderator. Barcamp funktioniert nur mit Moderator. Alle duzen sich. Vielleicht nur für diesen Tag, aber vielleicht auch für immer. Aus 45 Teilnehmern kommen 21 Themen heraus. Wer ein Thema vorschlägt, darf sagen warum ihn das interessiert und darf die Runde auch führen. „Wer will bei dem Thema: Informelles Lernen als Teil von Arbeit 4.0 mitmachen?“ fragt Karl Heinz. Einige Hände gehen hoch und –zack– wird das Thema an die Terminwand gepinnt. Ein weiterer Programmpunkt ist entstanden. Auf diese Weise finden sich brandaktuelle Top-Themen aus dem Kreis der erfahrenen Personaler. Und was sind die Top-Themen?

Da ist zum einen die Erfahrung, dass die Personalentwicklung in den Unternehmen noch lange nicht rund läuft. Scheinbar fehlen Strategien und teilweise Umsetzungsstärke der Führung. PE entwickelt sich aber zur künftigen Kernkompetenz moderner Unternehmen und wird damit strategisch wichtig. Deshalb gehört dieses Thema in die Führungsebene. „Methoden und System müssen in Einklang stehen“, lautet das Credo der Personaler. Doch erst wenige Unternehmen setzten moderne Lernsysteme ein. Obwohl deren Einführung nun wirklich einer der leichtesten Übungen wäre. Viele der Teilnehmer wünschen sich einen Seminarkatalog-Check. Was kann mit E-Learning und Co. gelöst werden, welches Lernformat ist für welches Thema perfekt? Dafür kam der ML Learning Atlas gut an. In der ML Lernmedien Manufaktur können die neuen Lernformate dann pädagogisch, inhaltlich und medial umgesetzt werden.

Ein zweites großes Thema ist „Unternehmenskultur im Wandel der Digitalisierung“. Wie kann der tiefgreifende Wandel bewältig werden? Wie kann man die Kompetenz von Menschen messen und optimieren? Oder bei wem auch nicht?

Eigentlich ist es nicht erstaunlich, dass Arbeit 4.0 unmittelbar mit Corporate Learning in Verbindung gebracht wird, denn Lernen betrifft ja nun immer die gesamte Organisation. Unterschiedliche Zielgruppen, beispielsweise Führungskräfte oder auf der anderen Seite Azubis brauchen zielgruppenspezifische Lernformate / Ansprachen. Obwohl „HR“ natürlich auch Recruiting und Administration bedeutet, tritt das Thema Personalentwicklung massiv in den Vordergrund. Das ist das inhaltliche Resumée des DGFP Barcamps. Die Herausforderung beim Barcamp liegt in der Fähigkeit, themenverwandte Menschen zueinander zu bringen. Dann ist es das Beste. Mein Sympathiesternchen geht an die Gastgeberin dieses Tages, Eva Wagmann vom DGFP.

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