KI-Suche im Wissensmanagement ist heutzutage normal, oder?

Früher war die Suche nach Wissenseinträgen davon abhängig, wie gut – z.B. in Sharepoint- die Metabegriffe zu den Einträgen abgelegt wurden. Umso besser man den Eintrag mit Suchbegriffen und Metatags indiziert, desto besser wird er gefunden. Oder überhaupt gefunden. Im nächsten Schritt haben die Suchsysteme die Datei-Inhalte nach den eingegebenen Suchbegriffen durchsucht. Dabei werden alle Begriffe gleich behandelt. Sehr viel weiter ist man heute nicht gekommen.

Der Begriff „Informelles Lernen“ beschreibt, dass wir Wissen – genau dann, wenn es benötigt wird – abgerufen wird, beispielsweise durch die Nutzung von YouTube Videos. In der Pädagogik spricht die Fachwelt von der 70-20-10 Methode, wenn es darum geht, wie der Wissenserwerb entsteht- 70 Prozent durch Prägung, Umfeld und eigene Erfahrung. 20 Prozent durch Imitation und Kommunikation und 10 Prozent durch strukturiertes Lernen. Heute aber wollen wir das Erfahrungswissen anderer spontan nutzen können. Die 70-20-10 werden (digital mutiert) im ersten Schritt zu 70:30 Ich spreche deshalb von „Allgegenwärtigem Wissen“. Ein wichtiger Aspekt dazu ist die Suche. Wenn ich etwas suche, will ich so schnell wie möglich das beste Ergebnis. Was ist das beste Ergebnis? 

  • Es entspricht inhaltlich zu 100% meiner Erwartung
  • Das mediale Angebot passt genau zu meine Art zu lernen
  • Was ich bereits weiß, wird nicht an erster Stelle angezeigt
  • Mein Arbeitsprofil wird voll berücksichtigt
  • Mein Suchgewohnheiten brauche ich nie zu verändern

Wie ist das möglich geworden? Wir kennen vom das von Shopping-Portalen, wo wir manchmal erschrecken, wie genau ein System weiß, was ich als Nächstes suchen könnte. Nur, dass wir im modernen Wissensmanagement schon weiter sind, beziehungsweise mehr Möglichkeiten nutzen können:

  • Rechte und Rollen können aus dem Unternehmensnetz (Active directory)
  • Meine Rolle in Projektegruppen und Wissensräumen
  • Meine Lernerfolge (aus eLearning, Training & Co.)
  • Meine Suchen aus der Vergangenheit
  • Die Erkennung von Zusammenhängen und Prioritäten in Texten und Dateien
  • Das intelligente Scannen aller Dateiarten
  • Meine bevorzugte Art zum Wissenserwerb

Dieser Auszug zeigt, wie die KI uns dabei hilft, das perfekte Ergebnis zu finden. Wenn ich zum Beispiel am liebsten ein eLearning zu Wissenserwerb nutze, bekomme ich dieser Möglichkeit an oberer Stelle angezeigt. Ich kann das eLearning direkt absolvieren und damit eine neue Talentfacette erzeugen, die in meiner nächsten Suche Berücksichtigung findet. Hier ahnen wir ahnen wieder, wohin die Reise geht: Zur Integration von Wissen und Lernen.

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